Häufig gestellte Fragen

Welche Ziele verfolgen wir mit der solidarischen Landwirtschaft?
  • Direkte Versorgung der Mitgliedergemeinschaft mit hochwertigen regionalen und saisonalen Lebensmitteln
  • Erhalt einer vielfältigen umweltverträglichen Landwirtschaft im Bueraner Raum
  • Erschaffung eines landwirtschaftlichen Lernortes vor den Toren Buers
  • Gemeinschaftsbildung im und Verlebendigung des ländlichen Raumes
  • Faire Entlohnung und damit Nachhaltigkeit der Arbeit in der Landwirtschaft
Wie ging es los?

Unser Gärtnermeister hat ab Mai 2019 unseren frisch aufgebauten Folientunnel bepflanzt und reichlich Gemüse ausgesät. Ab Juni konnten wir unsere Mitglieder mit den ersten Produkten versorgen. Unsere Erwartungen wurden mit 65 Mitgliedern im Jahr 2019/20 völlig übertroffen.

Wie geht es weiter?

In der Saison 20/21 können wir unsere Kapazitäten ausweiten und nehmen ab Juli 2020 weitere Mitglieder auf. Schreibt uns einfach, wenn ihr Interesse oder weitere Fragen habt: Mitglied werden!

Was ist ein Anteil?

Ein Ernteanteil entspricht dem, was wir nach besten fachlichen Kenntnissen mit dem finanziellen Beitrag eines Anteils innerhalb unserer betrieblichen und klimatischen Begebenheiten erzeugen können. Es hat sich gezeigt, dass durchschnittlich 2 Erwachsene und evtl. 2 Kleinkinder mit einem Anteil versorgt werden können. Er beinhaltet Gemüse, Eier und Fleisch, ab Herbst 2020 auch Speisegetreide. Zusätzlich zu dem Solawianteil kann auch noch ein Brotabo gebucht werden.

Wieviel kostet ein Anteil?

Im Laufe der Jahre wird das Budget an die Ausgestaltung der landwirtschaftlichen Produktion und Weiterverarbeitung der Produkte angepasst. Der monatliche Mitgliedsbeitrag liegt nach den Erfahrungen des ersten Jahres nun bei 150 €/Anteil. Darin ist die Versorgung mit Gemüse, Eiern und Speisegetreide, sowie Fleisch enthalten. Eine solidarische Deckung der Kosten in Form einer Bieterrunde ist in Zukunft denkbar.

Wieviele und welche Produkte bekomme ich genau?

Auf dem Elshof werden Gemüse, Eier und Fleisch erzeugt, ab Herbst 2020 auch Speise- und Brotgetreide. Die Frage nach der Menge und der Vielfalt der Produkte richtet sich dabei nicht streng nach dem, was ein Anteil kostet, denn es werden nicht die einzelnen Produkte nach ihrem Marktwert bezahlt. Dies ist bei einer Abokiste der Fall, wo für z.B. 3 € eben noch so und so viele Tomaten mit hineingegeben werden. Das Prinzip der solidarischen Landwirtschaft beruht darauf, dass die Landwirtschaft finanziert wird und die Produkte im Einzelnen dann gratis und preislos sind. Alle Mitglieder gut zu versorgen ist dabei selbstverständlich unser oberstes Anliegen! Wünsche und Anregungen zur Erweiterung der Produktpalette können nach der fachlichen Einschätzung der Umsetzbarkeit in die Anbau-/Produktionsplanung der nächsten Jahre aufgenommen werden.

Die Erfahrung anderer Solawis zeigt, dass dadurch, dass Vermarktungs- und Verpackungskosten reduziert werden und Händlermargen entfallen der Beitrag deutlich geringer ist als die Kosten beim Kauf äquivalenter Produkte im Einzelhandel. Zudem können besondere Produkte und Sorten angeboten werden, die im Einzelhandel nur schwer erhältlich sind.

Gibt es einen vegetarischen/veganen Anteil?

Wenn die Produktion durch die Beteiligung der Solawi-Mitglieder finanziert ist, dann sind die Produkte kostenlos. Somit gibt es keine produktbezogenen Anteile, sondern die Möglichkeit sich in angemessenem Verhältnis den Anteil der Erzeugnisse aus der mitgliederfinanzierten Produktion zu entnehmen, die man für sich wünscht und braucht.

In einem biologisch wirtschaftenden Betrieb sind wir auf den Einsatz tierischer Dünger angewiesen, damit Gemüse und Getreide gesund wachsen und dem Böden die Entzüge zurückgegeben werden. Die Erhaltung unserer Grünlandflächen und die damit verbundene Kulturlandschaftspflege und Artenvielfalt ist auch von einer Beweidung abhängig. Zudem können gewisse Ausschüsse in Form der Verfütterung an Tiere sinnvoll genutzt und veredelt werden. Auch das Ziel einen Lernort zu schaffen an dem (nicht nur) Kindern die Zusammenhänge der Lebensmittelproduktion lebhaft dargestellt und bewusst gemacht werden können, beinhaltet für uns den Umgang mit Tieren. Nebst der Gesunderhaltung der Böden, dem Erhalt der kleinstrukturierten, vielfältigen Landwirtschaft hier im Bueraner Raum und der Produktion von hochwertigem regionalem Gemüse, ist somit auch die Tierhaltung als Teil des Großen-Ganzen zu sehen. Im anthroposophischen Demeter-Verband ist die Haltung von Wiederkäuern beispielsweise sogar vorgeschrieben.

Wie gestaltet sich der Abholtag?

Der Abholtag ist der Freitag Nachmittag zwischen 15 und 18 Uhr. Damit kann das Wochenende mit erntefrischem Gemüse eingeläutet werden. Jeder bringt dazu seine eigenen Körbe und Verpackungsmaterialien mit. Wer zu dem Termin keine Zeit hat, kann dies vorab anmelden und dann seinen Anteil zu einem späteren Zeitpunkt aus einem freizugänglichen Raum abholen.

Neben der Abholung der Produkte besteht an dem Abholtag die Möglichkeit Einblicke in die Landwirtschaft und den Gartenbau zu bekommen. Außerdem wird nach Bedarf die Gelegenheit bestehen bei bestimmten Aufgaben mitzuhelfen. Verpflichtend ist dies aber nicht!

Wie viel darf oder soll ich mitarbeiten?

Am Abholtag und evtl. zu besonderen Anlässen wird es die Gelegenheit geben mitzuarbeiten und damit landwirtschaftliche Arbeit zu erleben. Dies beruht aber auf vollkommener Freiwilligkeit! Zudem bereichern und unterstützen die vielen Fähigkeiten und Talente der Mitglieder auf die ein oder andere Weise das gesamte Vorhaben. Möglichkeiten sich einzubringen werden sich immer wieder ergeben.

Kann ich auch mal eine Schnuppermitgliedschaft machen um das ganze auszuprobieren?

Wenn wir wissen, dass ihr Interesse an einer Mitgliedschaft habt, könnt ihr mit etwas Glück eine Urlaubsvertretung machen. Es werden schließlich immer wieder Mitglieder in Urlaubszeiten Vertretungen zur Abholung ihres Ernteanteils anbieten. Oder noch einfacher ist es, wenn ihr jemanden den ihr kennt, der schon Mitglied ist fragt, ob ihr deren Anteil zur Urlaubszeit abholen dürft 🙂